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Nicht ganz dicht, dann werd‘ doch Dichter

Lesung von Elisabeth Schäfer

Mit feinem Humor gereimt nahm Elli Schäfer die Schulzeit aufs Korn. Was wird mit Menschen, die in der Schule nicht so gut sind? Sie beschrieb die skurrile Suche eines schlechten Schülers nach dem richtigen Beruf.

Ungewöhnlich waren die Ideen, die sie uns hierzu präsentierte. Beispielsweise sollte, wer in Mathe ganz schlecht war, einen Beruf suchen, bei dem er nur bis drei zählen muss. Und es folgte die Geschichte des Auktionators, der einen Nachttopf als Suppenterrine versteigert – und alles in Reimen!

Mit vielen einzelnen satirischen Gedichten und gelungenen Überleitungen von einem zum anderen unterhielt sie uns eine ganze Stunde lang. Sie trug die Schüttelreime vom Geheimagenten, der von seiner Freundin enttarnt wird, vor. Es folgte die gereimte Geschichte des unglücklich verliebten Pizzaboten und noch manch andere. Eine Wahrsagerin zeigte sich uns. Die Parodie des Kaufhausdetektivs im Inspektor Columbo-Look und sein peinliches Desaster sorgten ebenfalls dafür, dass die Anwesenden herzlich lachten. Kurz gesagt: es war ein gelungener Nachmittag mit kurzweiliger Unterhaltung.

Vorsorgende Papiere

Vortrag von Andreas Just, Volljurist und Dipl.-Verwaltungswirt (FH)

Unter dem Begriff „Vorsorgende Papiere“ versteht man die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung, die manchmal sehr irreführend auch als „Patiententestament“ bezeichnet wird. Die vorsorgenden Papiere betreffen nämlich nur ganz am Rande die Situation nach dem Tod, wie das bei einem Testament der Fall ist, sondern fast ausschließlich die Situation eines lebenden Menschen, der durch Krankheit oder andere Umstände nicht mehr in der Lage ist, seine Dinge zu regeln. Hat man für eine solche Situation nicht rechtzeitig vorgesorgt, bekommt der/die Betroffene vom Staat einen sogenannten „Betreuer“ vor die Nase gesetzt, der im Rahmen seiner Zuständigkeit rechtsverbindlich über die Person bestimmen kann. Das kann durch das rechtzeitige Erstellen von vorsorgenden Papieren verhindert werden.

Was hierbei zu beachten ist erläuterte der frühere Welzheimer Rechtsanwalt Andreas Just, der selbst ca. 15 Jahre die Funktion eines Betreuers ausgeübt hat und seit fast 20 Jahren in der ehrenamtlichen Sterbebegleitung in der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V. tätig ist. Das Schaubild oben ist ein Ausschnitt aus der von Herrn Just zur Verfügung gestellten Tischvorlage.

Wir freuen uns, dass der Vortrag zu diesem wichtigem Thema so gut besucht war!

Mexico – Einblicke in Kultur und Alltag

Die Referentin Elisabeth Jacobi nahm die Anwesenden mit auf eine Reise durch Mexiko. Viele Fotos zeigten Weltkultur-Erbestätten wie das sagenhafte Teotihuacán, Chichén Itzá und einige andere ebenso eindrucksvolle und bedeutende. Abseits touristischer Wege konnte man die grandiose Natur sehen aber auch etwas über den Alltag der Einheimischen erfahren, beispielsweise wie der Tag der Toten “Día de Muertos” gefeiert wird oder eine Feria in einer Kleinstadt erleben.

Aromapflege – Aromaöle, Wirkung und Anwendung

Vortrag Aromapflege: Aromaöle – ihre Wirkung auf den Körper und Anwendung zu Hause von Claudia Jenöfi

Die Referentin ist Altenpflegerin und hat sich, beruflich und privat, mit dem Thema Aromapflege intensiv befasst und entsprechendes Wissen angeeignet.

Zunächst definierte sie für die Zuhörerinnen, was Aromapflege ist, nämlich die kontrollierte Anwendung von natürlichen, ätherischen Ölen um körperliche und psychische Gesundheit zu erhalten.
Vorgestellt wurden fünf verschiedene Aromaöle: Cajeput, Wintergrün, Zitrone, Lavendel fein und Rosengeranie. Neben Herkunft, Wirkung und Haltbarkeit wurde insbesondere die Anwendung ausführlich besprochen.
Diese Düfte konnten auch erschnuppert werden, so dass jede Anwesende für sich entscheiden konnte, welcher Duft ihr besonders zusagt und welcher ihr unsympathisch ist. Denn auch dies ist wichtig für die Anwendung.
Nach der Theorie zeigte Claudia Jenöfi einfache Rezepte für Raumbeduftung, Raumspray, Waschung, Handpeeling sowie die Anwendung von Ölkompressen.
Damit hatten die Teilnehmerinnen eine Grundlage erhalten, künftig einige Aromaöle anzuwenden. Auch unter Einhaltung aller Hygienevorschriften, die der Corona-Pandemie geschuldet sind, konnte einiges gezeigt und anschaulich erklärt werden. Ein lohnender Abend – und vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung zu diesem Thema.

Versicherungen im Alter – welche sind notwendig und nützlich

Vortrag von Karola Ulrich-Weber, Versicherungs- und Finanzanlagenfachfrau sowie Bezirksleiterin

Die Referentin beschrieb anhand einer Versicherungspyramide welche Versicherungen man bis zum 60. Lebensjahr zur Sicherung des Lebensstandards unbedingt haben sollte, wie eine Krankenversicherung, und welche bei bestimmten Voraussetzungen nützlich sind. Hierzu zählen Privat- und Amtshaftpflichtversicherung, eine Gehaltsabsicherung durch private Unfallversicherung (Invalidität) und / oder Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung (Erkrankung, Unfall). Darauf aufbauend ist die Altersvorsorge durch Lebens- und Rentenversicherung, der Vermögensaufbau und die Absicherung des vorhandenen Vermgöens durch Hausrat-, Wohngebäude, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherung sinnvoll. Auch die Zusatzversicherungen für Krankheits- und Pflegekosten wurden erwähnt.

Auch in Form einer Pyramide erklärte Karola Ulrich-Weber anschließend welche Versicherungen ab 60 Jahre bzw. ab Eintritt ins Rentenalter noch benötigt werden und welche überflüssig sind.

Wichtige Hinweise waren, dass eine Pflegezusatzversicherung rechtzeitig abzuschließen ist, da Versicherungsleistungen von der staatlichen Versicherung erst nach einer Wartezeit von drei Jahren und von den privaten Versicherungen (mit Gesundheitsprüfung) erst nach fünf Jahren zu erwarten sind.

Außerdem wies uns die Referentin darauf hin, dass Unfallversicherungen oft ab dem 65.Lebensjahr eine Reduzierung der Leistung bzw. teilweise keine Leistung mehr gewähren, obwohl der Beitrag gleich bleibt oder sogar ansteigt. Die Höhe des Beitrags steigt oft auch beispielsweise mit dem 63./73./80 Lebensjahr. Hier wäre eine Umstellung des Vertrags wichtig.
Sollte jemand in eine Pflegestufe eingestuft werden, zahlt die Unfallversicherung nicht mehr und ist somit überflüssig.

Allgemein gilt: auch wenn es noch so viele Seiten Kleingedrucktes gibt, sollten diese aufmerksam gelesen werden. Bestehende Verträge sollten regelmäßig überprüft werden.

Hülsenfrüchte – unser heimisches Superfood

Vortrag von Diätassistentin Katrin Stauß

Die Referentin berichtete den interessierten Landfrauen und Gästen über die Vielfalt der Hülsenfrüchte:
Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Süßlupinen, Erdnüsse, Klee, Luzerne
und gab Antwort auf die Frage, was die Hülsenfrüchte zum Superfood macht.

Hülsenfrüchte bestehen aus Vitaminen, Kohlehydraten, Eiweiß, Fett und Ballaststoffen. Z.B. in 100 g Linsen sind 272 kcal. Sie haben einen großen Anteil an Eiweiß und einen kleineren Anteil an Fett und Ballaststoffen. In 100 g Soja sind 446 kcal. Sie haben einen hohen Fettgehalt, wenig Kohlehydrate und viel Eiweiß.
Hülsenfrüchte allgemein haben einen hohen Eisengehalt. Ihre Ballaststoffe machen satt, man bekommt weniger Heißhunger und sie sind Cholesterin senkend.
Jeder Deutsche verzehrt im Jahr durchschnittlich 1 kg Hülsenfrüchte.
Die meisten Hülsenfrüchte landen aber als Tierfutter im Futtertrog.
Hülsenfrüchte kann man aber auch ohne weiteres aus der Konservendose verwenden.
Hülsenfrüchte sind Düngefabriken auf dem Acker ! Aber sie sollten niemals zwei Jahre nacheinander auf dem gleichen Beet oder Acker angepflanzt werden, da der Ertragsrückgang bis zu 50 % beträgt !
Die Referentin stellte nun verschiedene Hülsenfrüchte-Arten vor:

Linsen
sind kein heimisches Superfood. Sie haben vor ca. 10.000 Jahren den Weg von Kleinasien nach Europa gefunden. Weltweit gibt es 70 verschiedene Sorten an Linsen.
Die Linse ist eine Kletterpflanze und braucht zum wachsen Stützgetreide. Linsen können nicht roh verzehrt werden sondern müssen gekocht werden. Gelbe und rote Linsen sind am bekömmlichsten.
Nun gab es die ersten Kostproben und zwar:
– Orientalischer Linsenaufstrich aus roten Linsen
– Linsensalat aus grünen, marmorierten Alblinsen
– Linsenküchle

Bohnen
sind ungekocht sehr giftig !
Weltweit gibt es mehr als 700 Bohnensorten. Sie sind sehr frostempfindlich. Auch haben sie unterschiedliche Wuchsformen. Europaheimisch ist nur eine Bohnensorte und zwar ist das die Saubohne.
Als Kostprobe gab es einen leckeren Bohnensalat.

Erbsen
sind eine der ältesten Kulturpflanzen.
Sie sind unempfindlich gegen Pilzbefall. Außerdem reifen sie sehr schnell. Das wichtigste Anbauland ist Kanada. Es gibt grüne und gelbe Erbsen.

Kichererbsen
sind mit unseren Erbsen nicht verwandt. Sie mögen warmes und trockenes Klima.
Als Kostprobe gab es einen Kichererbsten-Zwiebelaufstrich sowie einen Lupinen-Kaffee, der fast so schmeckt wie echter Bohnenkaffee.

Erdnuss
ist keine Nuss, das war den wenigsten Zuhörerinnen bekannt, sondern eine Hülsenfrucht mit sehr hohem Fett- und Kaloriengehalt.

Der Vortrag war sehr interessant und gut vorgetragen. Wir Teilnehmerinnen haben viel Bekanntes und Unbekanntes über die Hülsenfrüchte erfahren.

Übrigens: 2016 war das „Jahr der Hülsenfrüchte“.

100 Jahre Frauenwahlrecht – auf dem Weg zur Gleichberechtigung

Vortrag von Johanna Schweigel, Bildungsreferentin beim LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V.

Die Referentin verdeutlichte sehr anschaulich, dass der Kampf um das Wahlrecht für Frauen schon vor mehr als 100 Jahren begann und zeigte verschiedene Schritte und Vorgehensweisen eindrucksvoller Frauen auf.

Zur Zeit der Deutschen Revolution 1848 wurde für mehr Demokratie gekämpft, u.a. für die Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts und die Pressefreiheit. Allerdings fand sich in allen Proklamationen, auch in der Mannheimer Petition, kein Wort über die Rechte von Frauen.
Louise Otto-Peters gründete 1948 die erste „Frauen-Zeitung“, in der erstmals öffentlich politische und private Forderungen von Frauen zur Gleichberechtigung vertreten wurden. Wie brisant das zur damaligen Zeit war, zeigt die „Lex Otto“ von 1850. Für eine einzige Frauenzeitung wurde eigens das Pressegesetz des Königreichs Sachsen geändert. §12 dieses Gesetzes verbot Frauen die Herausgabe von Zeitungen. Frauen, die sich in der Öffentlichkeit politisch äußerten, wurden verhaftet. Vereinigungen, die sich mit Gleichberechtigung, Wahlrecht und anderen politischen Themen befassten, wurden als Wohltätigkeitsvereine getarnt.

Frau Schweigel erzählte von Hedwig Dohm, einer Schriftstellerin, geboren 1831,die gleiche Bildung und Ausbildung für beide Geschlechter forderte und für Frauenstudium und Frauenstimmrecht kämpfte .
Und von den ab 1880 entstehenden drei Bewegungen:
– der Internationale Frauentag unter Leitung der proletarischen Frauenbewegung um Clara Zetkin, der das Frauenwahlrecht und Lohngleichheit fordert.

– der Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) mit den gemäßigten Vertreterinnen Auguste Schmidt und Helene Lange, der sich für bessere Bildung von Frauen, „gleiche Bildung für alle“, und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen einsetzt sowie gegen die damals geplante Neuregelung des Familienrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) kämpfte, in der Frauen von ihren Ehemännern auch bei der Kindererziehung noch stärker bevormundet werden sollten.

– der Verband fortschrittlicher Frauenvereine, der die Idee vertritt, jeder Mensch soll das Recht haben, seine Individualität zu entwickeln und sich ebenfalls für das Frauenstimmrecht als Teil der Gleichberechtigung einsetzt. Prominente Aktivistinnen sind Minna Cauer und Anita Augspurg, die den ersten Frauenstimmrechtsverein leiteten.
Johanna Schweigel zeigte die Entwicklung dieser Bewegungen sehr lebendig auf, indem sie die Lebensgeschichte der genannten Aktivistinnen sowie die von Lida Gustava Heymann und Marie Stritt schilderte.

Gelenkbeschwerden und ihre naturheilkundliche Behandlung

Vortrag von Heilpraktikerin Elke Stober

Die Referentin erklärte zum Einstieg in ihren Vortrag anhand des Skelettapperats die verschiedenen Gelenke im menschlichen Körper. Es gibt fünf verschiedene Gelenkarten:
1. Kugelgelenk (Schulter)
2. Eigelenk, befindet sich zwischen Schädel und 1. Halswirbel
3. Sattelgelenk (unterhalb des Daumens)
4. Scharniergelenk (Finger Ellbogen)
5. Rad- bzw. Zapfengelenk (z.B. 1. und 2. Halswirbel, Arm)
Wenn Schmerzen vorhanden sind, wird meistens Schonhaltung eingenommen, dadurch verschiebt sich das ganze Skelett.

Es wurde anhand von Bildern der Aufbau der Schultergelenke gezeigt. Elke Stober sprach dann über die möglichen Ursachen bei Beschwerden.

Selbstwerteinbruch:
Rechtshänder/innen:
Rechte Schulter: Ich bin ein schlechter Partner
linke Schulter: Ich bin ein schlechter Vater/Mutter/Kind

Linkshänder/innen:
Rechte Schulter: Ich bin ein schlechter Vater/Mutter/Knd
linke Schulter: Ich bin ein schlechter Partner

Schulter und Nacken
– Gefühl, seiner Rolle nicht gerecht zu werden
– Angst vor einer Person
– Angst vor einer Sache

Hals
– warum passiert alles mir
– warum werde ich ungerecht behandelt

Ebenso wurde den zahlreichen Interessierten der Aufbau eines gesunden und eines kranken Kniegelenks anhand von Bildern gezeigt.
Die Frage „was ist zu tun bei kaputtem Knie ?“ wurde wie folgt beantwortet:

Der Arzt verschreibt z.B. Krankengymnastik und rät, Sport zu treiben. Elke Stober als Heilpraktikerin hat dagegen eine andere Theorie zum Krankheitsverlauf und zur Behandlung:
ungelöste Konflikte:
– Knorpelmasse baut sich kontinuierlich ab
– Konflikt gelöst: Knorpel baut sich wieder auf
Dafür gibt es mentales Training:
– positives Denken trainieren
– „Altes“ loslassen und „Neues“ erzeugen.

Power durch Pause

In ihrer gewohnt lebendigen und unterhaltsamen Weise referierte Bildungsreferentin Christine Euchner über das Thema „Power durch Pause“. Sie gab den interessierten Besucherinnen Tipps, wie und wann man am Besten Pausen einlegt:

man geht oft von da nach da – wenn man Pause macht, könnte man alles besser strukturieren
was sagt der Gesetzgeber ? Gesetzgeber gibt Pausen vor Zeiteinteilung ist das A und O.
Man muss Prioritäten setzen
mit einem exakten Plan arbeitet man effektiver: Plane deinen Tag, deine Woche, deinen Monat. Berücksichtige dabei deine Leistungskurve und gebe Raum für Spontanität
wann kann man am besten arbeiten?
Zwischen 10 und 12 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr
Wahre Lebenskunst bedeutet, eine Pause zu machen, bevor dir jemand sagt: „Du solltest eine Pause machen“. Vom Biorhythmus her sollte alle 90 Minuten eine Pause gemacht werden. Warten sollte man auch als Pause nehmen. Es ist auch wichtig, mal faul zu sein, da kommen die besten Ideen. Im Gegensatz zum Gehirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. Pausen sollten bewusst gemacht werden.

Es gibt folgende Arten von Pausen:

Minipause 1 bis 3 Minuten
Midipause 5 bis 15 Minuten
Maxipause 20 Minuten.
Pausen einlegen heißt, etwas anderes zu machen als gewohnt:

raus an die frische Luft, mit Bewegung ist man schneller erholt
soziale Kontakte pflegen
Kultur
Außerdem sollte der Feierabend und das Wochenende sinnvoll gestaltet werden.
Urlaub gehört auch zu den Pausen, da man sich erholen kann.

Schlaf gehört ebenfalls zu den Pausen. Um einen erholsamen Schlaf zu haben sollte man Schlafhygiene betreiben, dazu gehört:

Füße pflegen – wenn man schlecht einschlafen kann
ein gut gelüfteter Raum
Tee oder Milch trinken
Nährstoffe für einen erholsamen Schlaf, d.h. viel Eiweiß zu sich nehmen (Quark, Joghurt, Eier, Käse, Fisch, Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte)
mit kühlem Kopf einschlafen (kaltes Tuch auf den Kopf legen)
sich tagsüber körperlich anstrengen
bei Einschlafproblemen und kreisenden Gedanken soll man beim einatmen auf 2 zählen, beim ausatmen auf 4 zählen.
Zur Auflockerung machten die Teilnehmerinnen zwischendurch unter Anleitung von Christine Euchner Pausen mit verschiedenen Übungen zur Entspannung, eine Qi-Gong-Klopfmassage und ganz zum Schluss ein kleines Tänzchen, das allen sehr großen Spaß bereitete.
Christine Euchner beendete ihren Vortrag mit dem Zitat: „Du bist die Kapitänin deines Lebens.“

Eindrucksvolle Frauen

Vortrag von Karin Pfisterer

Unser Frauenfrühstück fand dieses Jahr in der urigen „Alten Wagenremise“ in Vorderhundsberg statt. Ca. 70 Frauen waren gekommen um sich an dem reichhaltigen und leckeren Frühstücksbuffet zu bedienen.

Nach der Stärkung begann die Referentin Karin Pfisterer ihren zweiteiligen Vortrag mit dem chinesischen Sprichwort „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“.
Die Landfrauen lernten zwei unterschiedliche Persönlichkeiten kennen.

Dorothea Erxleben (1715 – 1762), geboren und aufgewachsen in Quedlinburg. Sie wurde trotz vieler Widrigkeiten die erste promovierte Ärztin zu einer Zeit (18. Jahrh.), als nur Männer die Universität besuchen durften.
Amelia Earhardt (1897-1937), eine amerikanische Flugpionierin, die sich nicht davon abhalten ließ, die Ozeane zu überfliegen und dabei schließlich den Tod fand.
Ein kurzer Umriss zu ihren Biografien:

Dorothea Erxleben
Sie wurde 1715 als Dorothea Leporin geboren. Ihr Vater war Arzt. Schon von Kind auf zeigte sie außergewöhnliche geistige Fähigkeiten und Interesse für naturwissenschaftliche Studien. Sie erhielt privaten Lateinunterricht. Ihr Vater unterwies sie in Naturwissenschaften sowie in praktischer und theoretischer Medizin. Er nahm sie ab ihrem 16. Lebensjahr zu seinen Patienten mit und ließ sich sogar von ihr in seiner Praxis vertreten. Trotz ihres medizinischen Wissens wurde ihr der Zugang zur Universität verwehrt. Sie wandte sich an Friedrich den Großen mit der Bitte, sie zur Promotion zuzulassen.
1742 heiratete sie den verwitweten Diakon Johann Christian Erxleben, der aus der ersten Ehe mit ihrer Kusine 5 Kinder hatte. Mit ihm bekam sie weitere 4 Kinder und nahm vorerst das königliche Privileg, promovieren zu dürfen, nicht in Anspruch.
Als sie anfing zu praktizieren, wurde sie von den anderen Ärzten ihrer Heimatstadt als Dilettantin verschrien, da sie keine formelle, universitäre Ausbildung zur Ärztin hatte.
Doch neben der hausfraulichen Tätigkeiten in ihrer großen Familie praktizierte sie weiter. 1747 übernahm sie die Praxis ihres verstorbenen Vaters. Mit 39 Jahren, kurz nach der Geburt ihres 4. Kindes entschloss sie sich, ihre Promotion nachzuholen. Im Mai desselben Jahres, nach Zustimmung des preußischen Königs, trat sie an der Universität Halle zum Promotionsexamen an, das sie mit großem Erfolg ablegte. Nach der Promotion führte sie ihr Leben wie bisher weiter.Sie starb 1762 mit 46 Jahren an Brustkrebs.
Es hat noch 150 Jahre gedauert, bis Frauen Medizin studieren durften.

Genau so spannend verlief das Leben von

Amelia Earhart (1897-1937), geboren in Cansas, USA.
Schon als Kind verhielt sich Amalia Earhardt eher als Junge wie als Mädchen. Sie kletterte auf Bäume, jagte Ratten und sammelte Zeitungsartikel über Frauen in Männerberufen. Sie schloss die High-School mit Auszeichnung ab und begann später Medizin zu studieren, brach das Studium jedoch nach einem Jahr wieder ab, da es doch nicht ihre Sache war. Zwischendurch arbeitete sie als Militärkrankenschwester und Sozialarbeiterin.
1920 durfte sie zum ersten Mal in einem Doppeldecker mitfliegen und war gleich Feuer und Flamme. Sie wusste nun, dass sie fliegen wollte, also Pilotin werden. Die Kosten für die Fluglizenz lagen etwa bei 4000 US-Dollar. Da sich Amalias Eltern weigerten die Lizenz zu finanzieren, arbeitete sie in 28 verschiedenen Jobs und nahm 1921 ihre erste Flugstunde bei der Pilotin Neta Snook. Sechs Monate später kaufte sie sich von ihrem ersparten Geld ihr erstes Flugzeug, eine Zweisitzer-Maschine mit offenem Cockpit, mit der sie kurz darauf einen Höhenrekord für Frauen aufstellte (4300 m).
1929 nahm sie am 1. Cleveland Women´s Air Derby (Puderquastenrennen), einem Überlandluftwettbewerb nur für weibliche Piloten teil. Sie gründete mit vier weiteren Pilotinnen den Club Ninety Nines mit dem Ziel, die Stellung der Frau in der Luftfahrt zu stärken.
1931 heiratete sie ihren langjährigen Verehrer und Mentor George Putnam nach dessen 6. ! Heiratsantrag. Sie führten eine offene Ehe, da Amalia sich auf keinen Fall in der Fliegerei einschränken und auch keine Kinder wollte.
1932 überquerte sie als erste Frau den Atlantik im Alleinflug mit Ziel Paris, musste aber mangels Treibstoff in Nordirland notlanden.
1937 startete sie mit ihrem Navigator Fred Noonan mit dem Ziel, als erster Mensch die Erde am Äquator zu umrunden. Sie wollte auf der Howlandinsel einen letzten Zwischenstopp einlegen, doch dort kam das Flugzeug nie an. Nach einer großen Suchaktion wurde Amalia Earhardt für verschollen und vermutlich tot erklärt. Das war kurz vor ihrem 40. Geburtstag.

Was will ich, was tut mir gut ? Diese Fragen hatten sich die zwei faszinierenden Frauen gestellt und auf ihre Weise beantwortet.

Den Landfrauen wird dieser Vormittag mit dem leckeren Frühstücksbuffet und dem interessanten Vortrag sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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